TTC-Herbstwanderung über den Hexensteig vom 01.10.-04.10.2009

Die Teilnehmer
Am Morgen des 01. Oktober trafen sich dreizehn wackere TTC'ler mit Wanderrucksäcken beladen auf dem Marburger Hauptbahnhof, um sich in Richtung Harz aufzumachen. Die diesjährige Herbstwanderung sollte eine Rucksacktour auf dem Hexensteig sein, bei der täglich neue Unterkünfte angelaufen werden sollten. In Osterode angekommen machte man sich nach einer kurzen Stadtdurchquerung - bei der es auch einige Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten gab - gleich auf den Weg um das 13 km entfernte Ziel, die "Pixhaier Mühle" bei Buntenbock, zu erreichen. Bis zum Eselsplatz ging es stetig bergauf, so dass bis zur ersten Pause auch schon einige Schweißtropfen vergossen wurden.

Aufgrund der recht niedrigen Temperaturen wurde diese Rast jedoch recht kurz gehalten, so dass man bereits gegen 15:30 - rechtzeitig vor dem großen Regen - in der "Pixhaier Mühle" eintraf. Dort wurde dann bei Kaffee, Kuchen und "Schwarzem Herzog" - der später auch schon mal mit dem "Dunklen Ritter" verwechselt wurde - bis in den späten Abend regeneriert.

Die zweite Tagesetappe führte zu einem großen Teil am Dammsystem des Oberharzer Wasserregals vorbei, das Südtirolwanderer an die dortigen Waldwege erinnerte. Das Wasserregal ist ein weltweit einmaliges System aus Teichen, Gräben und Stollen. Es entstand in der Zeit zwischen 1530 und 1866 und wurde zur Unterstützung des Bergbaus im Harz angelegt. Gegen Mittag wurde im Dammhaus eine etwas längere Brotzeit eingelegt, bei der man sich mit "Harzer Roller" für den zweiten Tagesabschnitt fit machte. Da die Gruppe auf diesem Teil des Weges von einigen Regenschauern begleitet wurde, war man doch sehr froh als man nach insgesamt 17 km "Moocks Hotel" in Altenau erreichte.

Um allen gesundheitlichen Gefahren vorzubeugen, kam im Verlauf des Abends der "Altenauer Mageninspektor" mehrfach zum Einsatz. Der dritte Tag erlebte dann die Königsetappe der diesjährigen TTC-Herbstwanderung. Sie führte nach einer kurzen Busfahrt von Altenau nach Torfhaus, auf dem Goetheweg zum 1142 m hohen Brocken. Dem höchsten Berg des Harzes. Dort konnte man sich bei Wind, Nebel und gefühlten -6C gut der angeblichen Gipfelbucheintragung "Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine." anschließen. Im geheizten Brockenhaus traf man dann auf das Brocken-Original Roswitha Söchtig, die einige Anekdoten von ihren abenteuerlichen Reisen zum Besten gab. Unter anderem ist sie mit dem Fahrrad nach Peking gefahren und hat darüber auch das Buch "Mit den Augen einer Frau", erschienen im Projekte-Verlag, geschrieben.

Der zweite Abschnitt des Tages führte dann ca. 600 Höhenmeter bergab nach Drei Annen Hohne, wo nach 18 erwanderten Kilometern der restliche Weg nach Wernigerode mit der Brockenbahn zurückgelegt wurde. Nur einige wenige Extremwanderer ließen es sich nicht nehmen auch diese 10 km zu Fuß zuabsolvieren. In der Unterkunft "Stadt Wernigerode", einem ehemaligen FDGB Wohnheim, fand an diesem Abend ein Nostalgie Abend statt, bei dem DDR-Satire dargestellt wurde und ein Alleinunterhalter Musik aus alten DDR-Zeiten spielte. Doch auch die Wessis des TTC fühlten sich bei Bierpreisen von 51 Cent sehr wohl und als der Alleinunterhalter dass Lieblingsdrinklied des ehemaligen ersten Vorsitzenden anstimmte, kannte die Stimmung keine Grenzen und alle TTC'ler stimmten ein "Prost, Prost, Prösterchen...". Selbstverständlich wurde auch gleich mit dem Schmettern des TTC-Liedes noch eins draufgesetzt.

Am letzten Tag konnte man dann seine Gliedmaßen entspannen, denn außer einer kurzen sehr unterhaltsamen Stadtführung durch Wernigerode wurden die Beine nicht mehr weiter belastet. Nach dem Mittagessen ging es dann mit der Bahn zurück nach Marburg und alle Teilnehmer waren froh, dass sie ohne Blessuren an dieser schönen, sehr gut organisierten Wanderung teilhaben durften.