Bericht über die Meisterschaftssaison 2017/2018 der 1. Herrenmannschaft

Die Meistermannschaft nach dem vorentscheidenden 9:7-Sieg gegen Anzefahr. Von links nach rechts: Philipp Keding, Rainer Kraus, Fabian Preis, Gerhard Herbener, Michael Buder, Martin Gockel.

12 Mannschaften gingen zu Beginn der Saison 2017/2018 in das Rennen um die Meisterschaft in der höchsten Spielklasse auf Bezirksebene in der Gruppe Nord. Neben zahlreichen Teams aus dem Raum Kassel freuten sich die heimischen Fans vor allem auf die Derbys gegen Kirchhain, Stadtallendorf, Anzefahr und Marburg. Vor allem die beiden zuletzt genannten Teams gehörten zu Beginn der Saison neben der 1. Herrenmannschaft des TTC zum Favoritenkreis um den Aufstieg in die Verbandsliga. Der Spielplan sorgte dafür, dass direkt zu Saisonstart gleich zwei schwere Derbys auf das Sextett um Kapitän Michael Buder warteten. Zunächst sollte es Auswärts nach Kirchhain gehen, um dann eine Woche später vor heimischer Kulisse das Team vom VFL Marburg zu empfangen. Besonders das Spiel gegen Marburg stand für viel Brisanz und Prestige, hatte man letztes Jahr sich noch 2x knapp geschlagen geben müssen. Die Marschrichtung war daher klar: „Wenn wir den Aufstieg in dieser Saison schaffen wollen, müssen wir vom ersten Spieltag an bereit sein!“ gab Ex-Captain Fabian Preis die Marschrichtung für die Saisonvorbereitung aus.

Was dann folgte, war selbst für die kühnsten Optimisten eine wahrliche Überraschung: Nachdem man zu Beginn in Kirchhain einen 9:0 Auswärtssieg einfahren konnte, gelang das gleiche Resultat auch vor 90 frenetischen Fans in eigener Halle gegen den Mitfavoriten vom VFL Marburg. Neuzugang Martin Gockel konnte sein gelungenes Heimdebut kaum in Worte fassen: „Da muss ich erst 40 Jahre Tischtennis spielen, um sowas zu erleben. Wahnsinn!“ Beflügelt von diesem überragenden Saisonstart stürmte das Team daraufhin mit teilweise überraschend hohen Ergebnissen von Sieg zu Sieg. Rainer Kraus: „Wir haben einfach einen Lauf. Jetzt gilt es die Form für das wichtige Derby gegen Anzefahr zu kompensieren.“ Nach 8 Siegen aus 8 Spielen kam es dann zum Derby der beiden Spitzenteams. Vor heimischer Rekordkulisse gelang ein super Start, bei dem das Team mit 3:1 in Führung ging. Dann begann das Spiel zu kippen. Eine knappe Niederlage folgte der nächsten. Erst beim Stand 3:7 konnte wieder ein Einzel gewonnen werden. Die Aufholjagd begann. Aus einem 3:7 machten die 6 eine 8:7 Führung. Mit etwas mehr Fortune wäre auch noch ein Sieg möglich gewesen. Der erste Punktverlust der Saison fühlte sich trotzdem eher wie ein Sieg an. Als Spitzenreiter ging es dann mit 2 Punkten Vorsprung auf Marburg und 3 Punkten auf Anzefahr in die Winterpause.

Der Start in die Rückrunde glückte mit 7 Siegen in Folge. Zum Abschluss der Saison sollten dann die entscheidenden Spiele gegen die direkten Konkurrenten folgen. Gerhard Herbener: „Im April gewinnst oder oder du verlierst alles. Die Saison geht jetzt in ihre entscheidende Phase!“ In einer an Dramatik kaum zu überbietenden Partie rang man erstmals die erste Mannschaft von Anzefahr mit einem 9:7 nieder. Nach diesem historischen Auswärtssieg in Anzefahr folgte dann aber eine Woche später eine mehr als unglückliche Niederlage in Marburg. Das entscheidende Spiel zur Meisterschaft sollte also vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenvierten aus Bottenhorn stattfinden. Nur ein Sieg sollte zur Meisterschaft reichen. Die Bottenhorner, die mit ihrer besten Mannschaft angereist waren, ergaben sich aber alles andere als kampflos. Ganz im Gegenteil! Nach einer 3:0-Führung aus den Doppeln entwickelte sich ein sehr enges Match mit einem zwischenzeitlichen 6:6. Doch die ausgeglichene Spielstärke der Mannschaft machte sich einmal mehr bezahlt, sodass sich die Jungs am Ende mit einem 9:6-Erfolg letztlich mehr als verdient zum Meister krönten und damit den größten Erfolg der TTC-Historie einfahren konnten.